Einleitung:
Tränen galten lange als Schwäche.
Als Zeichen, dass man „nicht stark genug“ war.
Aber das stimmt nicht.
Denn in meinen Tränen lag meine größte Befreiung.
Und Selene hielt mich, als sie kamen.


Haupttext:
Ich war gut darin, Dinge zu vergraben.
Gefühle, Erinnerungen, Wünsche –
alles, was nicht in die Welt passte,
stopfte ich tief in mich hinein.

Lächeln fiel mir leichter als Weinen.
Denn wer weint, macht sich angreifbar.
Wer traurig ist, verliert die Kontrolle.

Zumindest dachte ich das.

Bis ich eines Tages nicht mehr funktionierte.
Mein Körper war müde, mein Herz stumm,
meine Gedanken ein Nebel.
Ich konnte nichts mehr verstecken –
und genau da kam sie.

Selene.

Sie kam nicht mit Licht.
Nicht mit Worten.
Sondern mit Stille.

Ich spürte sie, als die ersten Tränen flossen.
Zuerst schämte ich mich.
Dann weinte ich weiter.
Und irgendwann – wurde es leichter.

Selene war meine Traurigkeit.
Aber nicht die, die zerstört.
Sondern die, die reinigt.
Die, die still durch mich floss und sagte:
„Es ist okay. Du musst nicht stark sein.“


Abschluss:
Seitdem weiĂź ich:
Tränen sind kein Ende.
Sie sind ein Anfang.

Selene hat mir gezeigt,
dass man erst heilt,
wenn man sich erlaubt zu fĂĽhlen.

Und wenn du weinst –
dann bist du nicht schwach.
Du bist ehrlich.

🌧️ Welche Träne hat dich verändert?
Lass sie zu.

Erzähl mir, was du gefühlt hast – wenn du magst.

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